"Der Herr vollende in Dir, was er in der Taufe begonnen hat."

Katholische Bestattungskultur angesichts neuer Herausforderungen
Unter dieser Überschrift hat die Deutsche Bischofskonferenz 2011 ein Schreiben herausgegeben. Wir haben in Stockach über Teile davon bei der Ökumenischen Sitzung im November 2012 und bei der Sitzung der Pfarrgemeinderäte im Gemeindeteam am 16. Januar 2013 gesprochen.
In diesem Schreiben der Deutschen Bischöfe gibt es einen Abschnitt mit der Überschrift „Kirchliche Begräbnis- und Gebetsgemeinschaften". Darin heißt es:
„Die grundlegende Verbundenheit aller Glieder der Kirche macht es wünschenswert, dass an jedem Begräbnis verstorbener Katholiken Gemeindeglieder teilnehmen. Eine Hilfe und ein Dienst an den Verstorbenen ist es, wenn sich in den Pfarreien Gemeinschaften bilden, die bewusst am Begräbnis verstorbener Gemeindeglieder teilnehmen und für diese auch in Zukunft beten. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Verstorbene keine eigenen Angehörigen mehr in der Pfarrgemeinde hatte. Deshalb empfiehlt sich die Gründung und Pflege von Begräbnis- und Gebetsgemeinschaften, da sich in ihnen die Verbundenheit der ganzen Pfarrgemeinde mit den verstorbenen Gläubigen ausdrückt."
Schon vor einigen Monaten haben sich spontan zwei Männer der Pfarrgemeinde St. Oswald gemeldet und gesagt: Wenn es bei anonymen Bestattungen absehbar ist, dass kaum jemand daran teilnimmt, sind sie gerne bereit, bei diesen Begräbnissen dabei zu sein.
Nun möchten wir von Seiten des Gemeindeteams St. Oswald auch weitere Frauen und Männer, die sich das vorstellen können, bitten, sich im Pfarrbüro zu melden. Wenn dadurch eine Gruppe von Menschen entsteht, die wir anrufen können, wenn eine anonyme Bestattung ansteht, dann wäre gewährleistet, dass kein Gemeindemitglied ohne Gemeindebeteiligung bestattet wird.
Auch wollen wir in Zukunft einmal im Jahr für alle, die anonym bestattet werden, ihrer in einer Hl. Messe besonders gedenken.
Für alle Verstorbenen werden wir jeweils am Samstag und Sonntag nach ihrem Verscheiden ihrer immer als erstes im Hochgebet der Hl. M
esse bei den Intentionen namentlich gedenken.
Augustinus sagt: „Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer." Und es ist gut, wenn deutlich wird: Sie werden auch von uns nicht vergessen




