Peru-Gruppe
| Kontakt zur Perugruppe: Birgitta Loll. Kontakt: birgittaloll@yahoo.de oder Tel. 07771/5450 |
Projekt CANAT
Seit 2016 unterstützen wir zusätzlich 3 Kinder sowie eine Sozialarbeiterin bei CANAT. CANAT ist ein Sozialprogramm für Kinder im Nordwesten Perus, in der Provinz Piura, welches von der Jesuitenmission geleitet wird.
Enttäuschte Hoffnungen
Mit der Hoffnung, Arbeit zu finden, ziehen die Menschen in die Städte. Ihre Träume werden in den meisten Fällen enttäuscht. Die Eltern können mit ihrem geringen Einkommen die Familie nicht ernähren, so dass auch die Kinder früh, teilweise schon mit fünf Jahren, zum Unterhalt beitragen müssen. Viele können die Schule nicht beenden und wegen der Armut können sie sich auch keine Ausbildung leisten. Die meisten Kinder arbeiten schwer als Hilfsarbeiter in Läden und Restaurants oder auch als Müllsortierer auf den Müllhalden. CANAT hilft ihnen bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung.
Hilfe für Kinder und Jugendliche
CANAT steht für Centro de Apoyo a Niños y Adolescentes Trabajadores (Hilfe für Kinder und Jugendliche, die arbeiten). Die Mitarbeiter von CANAT kümmern sich ganzheitlich um das Wohl und die Entwicklung der Kinder, mit dem Ziel, das Selbstvertrauen der jungen Menschen zu stärken und somit eine Basis für die persönliche Entwicklung in den Bereichen Bildung, Familie, Arbeit und soziales Umfeld zu schaffen. Zudem geht es um den Schutz und die Einhaltung der sozialen und politischen Rechte der in Lohnarbeit stehenden Kinder und Jugendlichen.Viele Jugendliche, die selbst von CANAT profitiert haben, engagieren sich im Zentrum. So soll über die Jugendlichen und ihre Familien eine verantwortungsbewusste Gesellschaft gefördert werden, die sich um ihre Kinder kümmert.
CANAT bietet den Kindern, die bereits arbeiten, aber gerne wieder zur Schule gehen möchten, ein alternatives Bildungsprogramm an. Sie lernen zusammen mit Kindern, die das normale Schulsystem besuchen, aber wegen ihres familiären Hintergrunds in Gefahr sind, die Schule abzubrechen. So können sie ihre Schulbildung nachholen. Jugendlichen, die keinen Abschluss haben oder armutsbedingt keine weiterführende Ausbildung haben, bietet das Zentrum Ausbildungsplätze als Kfz-Mechaniker, Koch oder Schneider und im Bereich Kosmetik und Frisör an. Sie schaffen so den Schritt in besser bezahlte Berufsverhältnisse. Zur Zeit kümmert sich das Zentrum um 340 Kinder und Jugendliche.Mädchenwaisenhaus "Escuela taller Miranda" mit neuer Leitung
Schwester Maria Soncco M. ist die neue Leiterin der Mädchenwaisenschule "Escuela taller Miranda". In einer eMail/Brief an Scarlett Herz hat sie sich vorgestellt und sich für die Unterstützung bedankt. Den Brief/eMail mit Übersetzung können Sie hier herunterladen und ausdrucken:
Mädchenwaisenhaus "Escuela taller Miranda" [136.8 kB]

Schwester Maria Mädchen des Waisenhausen
Besuch in Puno - 2015
!Hola! (spanisch für: Hallo!) Darf ich mich kurz vorstellen? Mein Name ist Helga Ecker-Weidele, 50 Jahre alt, komme aus Stockach und arbeite hier im Rathaus. Ich bin seit einigen Jahren in der Peru-Gruppe in Zizenhausen engagiert, die ein Waisenhaus für Mädchen in Peru unterstützt. Mein Mann und ich waren im Oktober/November 2015 für vier Wochen in Teilen Chiles, Boliviens und Perus unterwegs – eine gute Gelegenheit, um sich das mal anzuschauen:
Unsere Reise führte uns am 28. Oktober 2015 durch Puno, wo wir einen kurzen Stopp einlegten. Puno ist die Hauptstadt der Region Puno mit 118.000 Einwohnern und liegt 3.800 m hoch am Ufer des Titicaca-Sees im Süden von Peru. Da wir uns nicht von vornherein auf einen bestimmten Tag festlegen wollten, an dem wir Puno erreichen, haben wir unseren Besuch vorab auch nicht beim Waisenhaus angekündigt. Aber ich war mir fast sicher, dass wir an einem normalen Werktag nachmittags auch jemanden antreffen würden.
Schon die Lage fand ich bemerkenswert: das Waisenhaus liegt ziemlich zentral in der Stadt, ca. 5 Minuten Fußweg bis zum Seeufer. Von außen erblickten wir gleich das langgezogene Gebäude mit kleiner Kirche, alles sehr gepflegt und ordentlich. Der erste Spruch meines Mannes war: „Ach, da habt ihr euer Geld aber gut angelegt“ – das fand ich sehr passend.
Wir klingelten und nach einer kurzen Weile wurde uns auch tatsächlich die Tür geöffnet. Wir stellten uns vor und fragten, ob es möglich wäre, das Waisenhaus kurzfristig zu besichtigen. Schwester Andrea führte uns sodann durch das Gebäude und die ganze Anlage. Obwohl ich bereits Bilder gesehen hatte, war ich doch erstaunt über die Größe.
Momentan wohnen 30 Mädchen im Heim, im Alter zwischen 6 und 21 Jahren. Schwester Andrea zeigte uns den Speisesaal, wo die Jüngeren gerade beim Mittagessen waren, die uns freundlich begrüßten. Danach ging es zu den Schlafzimmern. Die jüngeren Mädchen teilen sich ein Zimmer zu acht, die etwas Älteren sind zu dritt oder viert in einem Zimmer und die zwei Ältesten, die auf die Universität gehen, haben sogar das Privileg eines Einzelzimmers, damit sie ungestört lernen können. Im Aufenthaltsraum werden hauptsächlich Hausaufgaben gemacht. Sogar einen Computerraum mit ca. 5 – 6 PC’s gibt es. Die Sanitärräume waren für südamerikanische Verhältnisse richtig toll renoviert.
Wir gelangten schließlich in den Innenhof. Von da aus kamen wir zum Spielplatz, zum Gewächshaus, zur Meerschweinchenzucht und zum Waschplatz. Im Anschluss daran erreichten wir noch den Schulhof. Schwester Andrea erläuterte uns, dass derzeit ca. 750 Jungen und Mädchen die Schule besuchen, die zum gleichen Konvent gehört, aber separat verwaltet wird.
An einer Tür hing ein Wochenplan, auf dem wir sehen konnten, dass der Tag der Mädchen streng gegliedert abläuft. Auch bei den Hausarbeiten müssen alle mithelfen. Trotzdem gibt es nachmittags auch Freizeit wie z.B. Fernsehen und Videofilme schauen. Insgesamt haben die Mädchen einen sehr ordentlichen, höflichen und zurückhaltend neugierigen Eindruck gemacht. Da gerade Schulschluss war, hatten die meisten noch ihre schicke Schuluniform an. Die Mädchen bekommen hier die Möglichkeit, einen Schulabschluss und eine Ausbildung zu machen, die sie sonst nicht erreichen würden, da sie aus armen Verhältnissen kommen. Wenn sie danach zur Universität möchten, werden sie unterstützt, denn nichts ist wichtiger als Bildung!
Besuch in Puno - 2012
Miriam Graf Stanula und Ihre Freundin Isabell, die ein freiwilliges soziales Jahr in einer krankenhausähnlichen Einrichtung in Lima absolvieren, berichten uns von Ihrem Besuch im Waisenhaus Puno. Da sie jetzt nach Detuschland zurück kommen, werden sie uns demnächst auf Life und aktuell ihre Erlebnisse und Erfahrungen mitteilen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Bericht vom Besuch in Puno hier ⇒
Bericht vom Besuch im Waisenhaus Puno [52 kB], Bilder vom Waisenhaus Puno ⇒ PERU-Besuch 2012.
Misereor 2012
Den Bericht zu Misereor 2012 können Sie hier nachlesen oder downloaden:
PERU-Gruppe Misereor 2012 [72.5 kB] und einige Bilder zum Osterverkauf finden Sie hier.
Entstehungsgeschichte und Schwerpunkte
Die Peru-Gruppe Zizenhausen ist 1993 aus der Bibelgruppe heraus entstanden. Wir sehen uns als Bindeglied zu den Partnergemeinden in Puno und Pomata und helfen diesen Menschen, dass sie in Würde leben können. Mit unserer Arbeit wollen wir ein Zeichen der Hoffnung setzen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
Schwerpunkt PUNO
Finanzielle Unterstützung eines Waisenhauses, welches von Vinzentschwestern geleitet wird. Patenschaften zur Berufsausbildung, um jungen Menschen eine Perspektive geben zu können.
Schwerpunkt POMATA
Kinder- und Altenspeisung, Hilfe bei medizinischer Versorgung, Unterstützung einer Frauengruppe.
Projekte, welche mit Spendengeldern verwirklicht werden konnten:
Tiefenbrunnen, Solaranlage, Bau eines Stalls, Anschaffung von Nutztieren zur Selbstversorgung, Anbau von Schlafräumen, Betten, Nähmaschinen, Wasserleitungen, Schulmaterialien, Schuluniformen




